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News & Updates

Erste Konferenz von EPA und LESI zur Bedeutung von IP für wachstumsstarke Unternehmen

EPA-Chefökonom Yann Ménière stellt die EPA-Studie zur Bedeutung von IP für wachstumsstarke Unternehmen vor


Am 4. und 5. November 2019 haben das Europäische Patentamt (EPA) und die Licensing Executives Society International (LESI) erstmals gemeinsam eine Konferenz abgehalten, auf der die Bedeutung von IP für wachstumsstarke Unternehmen im Mittelpunkt stand. Das hochkarätige Event, eine Mischung aus Konferenz und Schulungsveranstaltung, wurde von rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 34 Ländern besucht und von der Europäischen Patentakademie mit Unterstützung der Regierungsbehörde "Enterprise Ireland" in Dublin ausgerichtet. Es bot Entscheidungsträgern und IP-Managern wachstumsstarker Unternehmen (d. h. Start-Ups und eher klassische KMU) sowie den Interessengruppen im Innovationsbereich eine Plattform, auf der sie sich über Geschäftsstrategie und IP-Management informieren konnten.

LESI-Präsidentin Fiona Nicolson erklärte: "LES International und LES Britain & Ireland sind stolz darauf, im Rahmen des mit dem EPA geschlossenen Memorandum of Understanding bei der Ausrichtung dieses wichtigen Treffens zum Thema IP und wachstumsstarke Unternehmen mitzuwirken. Wir wissen, dass kleine Unternehmen bei ihren Lizenzstrategien immer innovativer werden und auf dem Weg zur Marktreife mit anderen Unternehmen in ihrem Technologiebereich zusammenarbeiten. Auf dieser Konferenz können wir Ihnen solche innovativen Praktiken vorstellen."

EPA-Chefökonom Yann Ménière informierte in seinem Vortrag über die neuesten einschlägigen Erkenntnisse und fasste dazu die Ergebnisse einer aktuellen EPA-Studie zusammen, in der untersucht worden war, wie KMU ihre europäischen Patente in der Praxis verwerten.

"Unsere Forschung hat ergeben, dass KMU ihre aussichtsreichen Erfindungen mit europäischen Patenten schützen und davon zwei Drittel kommerziell nutzen", so Yann Ménière. "Die Hälfte dieser vermarkteten Erfindungen werden in Zusammenarbeit mit einem externen Partner durch Lizenzvereinbarungen, Kooperationen oder technologische Spin-offs genutzt. KMU werden in ihren IP-Strategien also immer innovativer."

Darüber hinaus betonte der Chefökonom des EPA, dass Maßnahmen erforderlich seien, die KMU den Zugang zu IP-Fachwissen erleichtern und ihnen dabei helfen, international mehr Marktpartner zu finden: "Dann könnte das ganze Potenzial von Patenten besser ausgeschöpft und die Leistungskraft einer neuen Generation europäischer KMU weiter verbessert werden - einer Generation, die ihre geistigen Eigentumsrechte kreativ nutzt, um ein hohes Wachstum zu erzielen."

Andere Fachreferenten wiesen nachdrücklich darauf hin, dass die Stakeholder ihre IP-Strategien weiterentwickeln und ihr Know-how bündeln müssten, damit es ihnen gelingt, den Wert wachstumsstarker Technologieunternehmen zu maximieren, Geschäfte abzuschließen, offene Innovation zu fördern und eine nachhaltige IP-Vermarktung zu ermöglichen. Das Zusammenspiel von marktorientierten Entwicklungen und kreativer technologischer Disruption sowie die Rolle des Menschen als Wegbereiter waren weitere Themen der Präsentationen.

Es gab Workshops in Bereichen wie Vermarktung und Lizenzierung von Technologie, IP-Verhandlungen, transaktionsbasiertes Wachstum sowie Gestaltung und Schutz digitaler Geschäftsmodelle. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bot sich zudem die Gelegenheit, Synergien zwischen den Schulungsmöglichkeiten zu erkunden, die zum einen gemeinsam von LESI und EPA und zum anderen von den 300 über die EPO-Mitgliedstaaten verteilten Patentinformationszentren geschaffen wurden. Diese als "PATLIB-Zentren" (für PATent LIBrary) bekannten Zentren sind vertraut mit den örtlichen industriellen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Gegebenheiten und erbringen entsprechende Dienstleistungen für Unternehmer, KMU, Einzelerfinder und Studenten.

Die IP-Sprechstunden wurden gut angenommen und waren dementsprechend gut besucht. Hier berieten Spezialisten wie Fachleute für Lizenzierung und Technologietransfer aus dem privaten und dem öffentlichen Sektor sowie Patent- und Markenanwälte dazu, wie sich IP-bezogene Themen auf die Geschäftsentwicklung auswirken können.

Demnächst werden Zusammenfassungen der Konferenzbeiträge in Form von kurzen Videos und Präsentationen veröffentlicht.

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