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Leitprinzip Nachhaltigkeit: Europäisches Patentamt veröffentlicht Strategieplan 2023

Abstract image of the prism with words A sustainable office committed to excellence

Das Europäische Patentamt (EPA) hat eine ambitionierte Vision entwickelt,um seiner Rolle als eines der weltweit führenden Ämter für geistiges Eigentum (IP) noch besser gerecht zu werden.

Der gestern vom Verwaltungsrat der Europäischen Patentorganisation (EPO) einstimmig genehmigte Strategieplan des EPA (SP2023) konzentriert sich auf fünf Ziele, durch die das EPA befähigt wird, im Interesse und im Dienste aller herausragende Leistungen zu erbringen: Mitarbeiterengagement, IT-Modernisierung, Qualität, europäisches Patentnetzwerk und Nachhaltigkeit. Außerdem werden für diese fünf Bereiche Schlüsselinitiativen und Projekte vorgestellt, die in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden sollen, wobei einige Projekte über die Laufzeit des Plans hinausreichen.

"Dieser Strategieplan ist eine klare Vision dessen, wie das EPA in Zukunft aussehen soll und auf welchen Wegen wir dieses Ziel erreichen wollen", sagte EPA-Präsident António Campinos. "Wir haben damit eine Roadmap für die Entwicklung eines nachhaltigeren Patentamts für Europa, das besser gerüstet ist für eine IP-Landschaft im Wandel. Wir wollen als Organisation anpassungsfähiger und agiler werden, sodass wir Erfinder überall mit verbesserten und reaktionsschnelleren Diensten unterstützen können. Dies mag ehrgeizig erscheinen, doch wir glauben, dass dies mit dem Engagement und der Expertise unserer Mitarbeiter zu leisten ist."

Der SP2023 wird dem Amt dabei helfen, die komplexen neuen Herausforderungen zu meistern, die eine immer stärker vernetzte und globalisierte Weltwirtschaft, das Erstarken neuer Akteure in der Patentwelt, veränderte Erwartungen der Stakeholder und der rapide technologische Wandel mit sich bringen.

Der Strategieplan sieht fünf Handlungsfelder vor:

  • Aufbau einer engagierten, kompetenten und kollaborativen Organisation: Der SP2023 geht darauf ein, wie die Mitarbeiter ihr berufliches Potenzial voll ausschöpfen können und wie Fachkräfte gefunden, angeworben und gehalten werden können.
  • Vereinfachung und Modernisierung der IT-Systeme des EPA: Der Plan stellt Wege zur Vereinfachung und Modernisierung der IT-Landschaft des EPA vor. Dazu gehören ein einheitliches Tool zur Unterstützung eines durchgängig elektronischen Patenterteilungsprozesses und weitere Investitionen in Datenbanken zum Stand der Technik mit besonderem Schwerpunkt auf asiatischen Dokumenten und Normen.
  • Effiziente Bereitstellung hochwertiger Produkte und Dienstleistungen: Diese Initiativen zielen darauf ab, den hohen Standard der Produkte und Dienstleistungen des EPA zu wahren, und umfassen eine mit den Nutzern vereinbarte Qualitätsdefinition sowie mehr Flexibilität beim Patenterteilungsprozess.
  • Aufbau eines europäischen Patentsystems und -netzwerks mit globaler Reichweite: Die Zusammenarbeit mit den nationalen Patentämtern und mit internationalen Partnern wird ausgebaut. Das EPA wird seine finanzielle und operative Unterstützung neu ausrichten, um eine stärkere Teilnahme zu fördern, Kosteneffizienz und Termintreue zu gewährleisten und die Wirkung der Zusammenarbeitsaktivitäten zu maximieren.
  • Sicherstellung der langfristigen Nachhaltigkeit: Der Plan skizziert Initiativen, die die finanzielle und ökologische Nachhaltigkeit des EPA gewährleisten. Das EPA beabsichtigt die Einrichtung einer Beobachtungsstelle - einer Plattform für Diskussionen mit öffentlichen und privaten Akteuren und entsprechende Analysen. Es setzt außerdem klare Ziele zur Verbesserung seiner CO2-Bilanz, zur Senkung seines Energie- und Papierverbrauchs und zur Vermeidung von Kunststoffen.

Der SP2023 wurde in zwei Konsultationsrunden mit den 38 Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation, den Nutzern des Patentsystems, der Öffentlichkeit, den IP-Ämtern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EPA aufgestellt.

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