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Herausragende Erfinder aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Spanien, den USA und Marokko in Venedig mit dem Europäischen Erfinderpreis 2017 ausgezeichnet

Minister Carlo Calenda applaudiert Lebenswerk Gewinner Rino Rappuoli

Herausragende Erfinder aus 12 Ländern standen heute im Mittelpunkt als das EPA die Träger des Europäischen Erfinderpreises 2017 bei einem Festakt in Venedig bekannt gegeben hat. Zum zwölften Mal kürte das EPA Erfinder aus Europa und der ganzen Welt, die außerordentliche Beiträge zu gesellschaftlicher Entwicklung, technologischem Fortschritt und wirtschaftlichem Wachstum geleistet haben.

Das Galileo Team

„Diese Erfinder haben nicht nur zur Förderung der technologischen Entwicklung beigetragen. Ihre patentierten Erfindungen sind von besonderer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung: Vom lebensrettenden medizinischen Fortschritt und Materialien zum Schutz unserer Umwelt bis hin zu Satellitennavigationstechnologien, die uns näher zusammen bringen", sagte EPA-Präsident Benoît Battistelli bei der Preisverleihung. „Als Austragungsort für den europäischen Erfinderpreis ist Venedig besonders geeignet, weil diese Stadt seit jeher eine herausragende Stellung in der Geschichte von Patenten und Innovationen in Europa eingenommen hat. Die heutigen Preisträger haben nun in dieser eindrücklichen Tradition ebenfalls ihren Platz."

Rino Rappuoli

Rund 600 Gäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, geistiges Eigentum und Wissenschaft waren im Arsenale di Venezia anwesend, als der EPA-Präsident und Carlo Calenda, Italiens Minister für wirtschaftliche Entwicklung, die Zeremonie eröffneten.

Die Preisträger 2017 sind:

Adnane Remmal mit Helen Lee

Jan van den Boogaart und Oliver Hayden, Gewinner in der Kategorie "Industrie", sagten: "Wir sind sehr stolz und fühlen uns geehrt." Die Erfindung, so Jan van den Boogaart, liefere "präzise Ergebnisse zu niedrigen Kosten. Wir hoffen, mit der großen Menge an Daten in Zukunft alle Krankheiten feststellen zu können." Sein Kollege Oliver Hayden bezeichnete Innovation als "eine Reise ohne Ende" und gab jungen Wissenschaftlern den Rat, "niemals aufzugeben". 

Als Preisträger der Kategorie "Forschung" sagte Laurent Lestarquit, er sei "stolz auf die Arbeit des Teams, stolz auf das gemeinsam Erreichte und stolz darauf, dass Europa ein besseres Navigationssystem hat als Amerika" - wobei er versicherte, dass Galileo mit GPS kompatibel sei. "Wenn die Nationen Europas zusammenarbeiten, profitiert die ganze Welt", stellte sein Miterfinder José Ángel Ávila Rodríguez fest.

Oliver Hayden und Jan van den Boogaart

James G. Fujimoto, Eric A. Swanson und Robert Huber erklärten, sie seien "sehr glücklich" und "äußerst dankbar" dafür, in der Kategorie "Nicht-EPO-Staaten" als Gewinner ausgezeichnet zu werden. Fujimoto lobte sein Team, dessen Mitglieder vielfach noch Studenten oder Hochschulabsolventen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn seien. Er hoffe, dies sei ermutigend für andere junge Wissenschaftler. Swanson betonte, wie wichtig Patente gerade im medizinischen Bereich seien, wo Innovationen "viel Zeit für die Entwicklung und die klinische Erprobung" erforderten. Von großer Bedeutung sei die interdisziplinäre Forschung, da "Innovation oft an der Schnittstelle unterschiedlicher Gebiete" entstehe.

Ernst Krendlinger, F&E-Leiter bei Deurex, und Steffen Remdt, Product Manager bei Deurex, nahmen stellvertretend für Günter Hufschmid den Preis in der Kategorie "KMU" entgegen. "Er hat immer gute Ideen. Manche sind verrückt, aber einige sind richtig gut", sagte Krendlinger, der hinzufügte, dass auch Glück immer eine Rolle spielt.

Der Gewinner des Publikumspreises, Adnane Remmal, gab an, dass er all seine Inspiration aus der Natur bezieht: "Manchmal hält die Natur Probleme bereit, wie beispielsweise Infektionen. Aber in der Natur können wir auch die Lösung finden. Alles ist in der Natur, wir müssen es nur finden." Er nutzte die Gelegenheit und rief dazu auf, Antibiotikazusätze in Viehfutter zu verbieten, weil es "natürliche Alternativen" gebe.

James G. Fujimoto

Rino Rappuoli, der Gewinner in der Kategorie "Lebenswerk", berichtete, dass seine Idee aus Frust heraus entstanden sei: "Ich wollte etwas machen, aber die Technik ließ es nicht zu. Ich wollte ein Problem lösen. Als dann das Genom veröffentlicht wurde, wusste ich, das ist die revolutionäre Technik." Von seinem ersten Patent - das er in den 1980er-Jahren eingereicht hat - sagte er, es sei von großer Bedeutung gewesen, um die Finanzierung und die Innovation zu gewährleisten.

 

Über den Europäischen Erfinderpreis

Der Europäische Erfinderpreis findet 2017 zum zwölften Mal statt und ist einer der wichtigsten Preise für Innovation in Europa. Er wird seit 2006 jährlich vom EPA verliehen. Mit dem Preis werden einzelne Erfinder und Teams von Erfindern in fünf Kategorien ausgezeichnet, die mit ihren Entwicklungen dazu beitragen, technische Antworten auf die wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Um sich für die Auszeichnung zu qualifizieren, müssen die eingereichten Vorschläge spezifische Kriterien erfüllen, wie beispielsweise den Nachweis über mindestens eine erteilte europäische Patentierung der Erfindung durch das EPA.

Ernst Krendlinger und Steffen Remdt vertreten Günter Hufschmid

Eine internationale hochkarätig besetzte unabhängige Jury aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Forschung prüft dabei, inwieweit diese Erfinder mit ihrer Arbeit zu technischem sowie gesellschaftlichem Fortschritt, zum Wohlstand und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa beigetragen haben. Die 15 diesjährigen Finalisten wurden aus mehr als 450 Vorschlägen ausgewählt - die bisher höchste Zahl für den Award. Der Träger des Publikumspreises wird unter den 15 Finalisten mittels Online-Abstimmung im Vorfeld der Verleihung gewählt.

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